Klima-Extreme und ihre Folgen
Wie haben wir im Frühjahr doch so lange gewartet, dass es richtig warm wird! Nun, der Wunsch ist in Erfüllung gegangen, mehr als wir eigentlich wollten - oder? Und wie wirkt sich das auf die Imkerei aus?
Bei den kühlen Frühjahrstemperaturen hat der Raps so gut wie keinen Honig gebracht, obwohl ein großes Feld in erreichbarer Nähe war. Und das ist normalerweise eine Massentracht.
Dafür gab es schönen Blütenhonig von den Obstbäumen und bereits den ersten dunklen und malzigen Blatthonig.
Die Völker haben sich im Frühjahr sehr gut entwickelt. So gut, dass es sehr zeitig Schwärme gab. Wenn der Imker Honig ernten möchte, muss er das verhindern und wachsam sein. Manch einer macht da aus lauter Angst vor einem Schwarm zeitige Ableger. Damit schwächt er aber seine Völker und wenn man Ableger von einem schwarmfreudigen Volk macht, wird das Resultat dann wieder sehr schwarmfreudig sein. Ich vermeide das.
Im Sommer gings dann wieder mit den Bienen auf Wanderschaft. Erst in den Spreewald für Robinienhonig und danach gleich in die Pfalz in die Marone.
Leider hat mir hier jedes Mal die Hitze einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn die Blütezeit war an beiden Standorten viel zu kurz.
Ähnlich war es dann hier zu Hause mit der Lindenblüte - kaum da und gleich wieder weg. Lindenhonig scheint also in diesem Jahr ein rarer Artikel zu sein.
Alles andere dann auf meiner Honigseite.
Herzliche Grüße
Falko Heinrich