Winter-Blues
Liebe Freunde, die Blüten im obigen Bild sind derzeit noch Wunschdenken.
Im Winter hat der Imker Pause und die Bienen müssen draußen der Kälte trotzen. Sie ballen sich, je nach Temperatur, zu einer Kugel zusammen und wärmen sich mit Hilfe ihrer Flügelmuskulatur. Dabei ändern sie langsam ihre Position in der Kugel, je nachdem, ob sie von innen erwärmt oder außen fast unterkühlt sind, gibt es eine ständige Bewegung innerhalb der Bienen-Kugel. Zusätzlich folgt die Kugel den Futtterreserven, die allmählich zur Neige gehen, denn Energie - Wärmeenergie - kostet Futter.
Kritisch wird das, wenn es im Februar oder zeitigen März ein paar warme Tage gibt und die Königin wieder Brut anlegt. Dann versuchen die Bienen, das Nest bei ca. 35°C zu halten, was wesentlich wärmer ist, als die Nesttemperatur im Winter und zu erhöhtem Futterverbrauch führt. Weil die Bienen in der Nähe der Brut bleiben, kann es zum Futterabriss kommen. D.h.: obwohl die Reserven im Stock vorhanden sind, kommen die Bienen nicht mehr heran.
Der Imker muss also gerade jetzt für ausreichende Futterreserven in der Nähe des Brutnests sorgen.
Also nix mit Pause, denn es gilt nun tatsächlich, die alten Waben auszuschmelzen, notwendige Reparaturen zu erledigen und alle Vorbereitungen für das neue Bienenjahr zu treffen.
Den neuen Honig haben wir dann voraussichtlich Anfang Juni.
Herzliche Grüße
Falko Heinrich