Der Frühling lässt sich Zeit
Da warten wir doch alle, dass es endlioch mal richtig warm wird, oder?
Bezüglich der Imkerei ist das besonders spannend. Die Völker entwickeln sich und erreichen im Frühjahr schnell eine Volksstärke, die dann auch beschäftigt sein will.
Solange die Temperaturen aber unter 15° bleiben, geben die Blüten relativ wenig Honig ab. Der Raps z.B. so gut wie nichts. Und das ist normalerweise eine Massentracht.
Wenn es aber mal einen oder mehrere warme tage gibt, dann kommt viel Nektar rein. Und das veranlasst dann die Völker häufig zum Schwärmen.
In diesem Jahr gab es wieder relativ zeitige Schwärme, mit denen so mancher Imker noch nicht gerechnet hatte. Andere Imker fangen die Bienen dann meist ein, denn ein Schwarm ist gewissermaßen vogelfrei. Lässt man ihn ziehen, ist die Überlebenschance der Bienen nicht sehr hoch. Die Milbe, diverse Bienenkrankheiten und neuerdings die Asiatische Hornisse lassen den wild lebenden Hoinigbienen kaum eine Chance.
Wichtig ist daher die Förderung von Wildbienen, von denen es in Deutschland ca. 560 verschiedene Arten gibt, die meist solitär leben und auf natürliche Nahrungsquellen angewiesen sind. Machen wir uns und den Wildbienen also die Freude und schmücken unsere Balkons und Gärten mit bienenfreundlichen Blühpflanzen oder lassen auch mal eine "liederliche" Ecke mit altem Holz und "Unkraut" einfach so, wie sie ist.
Herzliche Grüße
Falko Heinrich